backma’s
über soziale verantwortung wird ja gerne (und in wahlzeiten viel) geredet. heiße luft haben wir genug in der bäckerei, deshalb ermöglichen wir jungen menschen mit lernschwierigkeiten oder anderen beeinträchtigungen die ausbildung zum bäcker oder zur bäckerin und zur konditorin oder zum konditor.
seit september 2008 bilden wir im projekt “backma’s” gemeinsam mit der caritas sieben lehrlinge aus, vier mädels und drei burschen. heuer kommen drei weitere lehrlinge dazu. klar bringt diese integrative, verlängerte lehre auch für uns einen mehraufwand mit sich. unser bäcker klaus (der meister der handsemmerln) kümmert sich aussschließlich um die ausbildung der bäckerei-lehrlinge, unsere konditorin doris (die den spagat zwischen präzision und zeitdruck jeden tag aufs neue meistert) nimmt die zwei mädels in der konditorei unter ihre fittiche. der betrieb muss natürlich weiterlaufen wie bisher. nach einer kurzen eingewöhnungszeit sind mittlerweile alle lehrlinge eine bereicherung, nicht nur für uns und die bäckerei, sondern auch für die zukunft unseres gewerbes, das kaum mehr jemand in handarbeit beherrscht.
wir haben dank der zusammenarbeit mit der caritas für menschen mit behinderungen (cmb), bei der die lehrlinge angestellt sind, und dem bundessozialamt landesstelle oberösterreich, das die finanzierung übernimmt, den rücken frei für die eigentliche arbeit mit den jugendlichen. und die – das wissen unsere kundinnen und kunden – wird bei uns hauptsächlich mit den händen gemacht. das wiederum ist zwar anstrengend, macht unseren lehrlingen aber sichtlich spaß. und der ist gut für die atmosphäre in der bäckerei, die bei uns sowieso eine sehr familiäre ist. für die handwerklichen fähigkeiten, die in der bäckerei und konditorei gefordert sind, spielen noten keine rolle. den beweis dafür liefern unsere sieben jeden tag.
